Veranstaltung

Rund um das Kulturhaus im Herzen der Münsinger Altstadt vom 24.07. bis 03.10.21

Der KULTUR.SOMMER.2021. wird im Programm Kultursommer 2021 durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln aus NEUSTART KULTUR gefördert.

24.07. 21.30 Uhr An der Stadtmauer Visual Music Concert
Einstündige audiovisuelle Performance vor und auf der historischen Stadtmauer mit dem Medienkünstler Wolf Nkole Helzle und der Band GOMO PaRK

Die zirka einstündige audiovisuelle Performance findet vor und auf der alten Stadtmauer von Münsingen statt. Wolf Helzle bringt dazu über 100 Videoclips aus seinem Videotagebuch mit. Seit geraumer Zeit nimmt er bei seinen Spaziergängen, bei Autofahrten und Drohnenflügen täglich kleine Videos auf. Diese triggert, verfremdet und überlagert er live mit einer VJ-Software und projiziert sie in Kommunikation mit den Musikern mittels eines Videobeamers direkt auf die Stadtmauer. Bei den Proben hatte man den Eindruck, als würde sie zu neuem Leben erweckt. Helzle versteht dieses Werk auch als Liebeserklärung an seine Wahlheimat, die Schwäbische Alb. Von seiner Zeit in Stuttgart kennt er die Musiker schon viele Jahre, in denen sie bereits einige gemeinsame Auftritte realisiert haben.

Die Band GOMO PaRK besteht aus den Musikern Carsten Netz (Holzblasinstrumente, Programmierung), Jörg Bielfeldt (Schlagzeug, live-loops) und Michael Deak (Bass, Moog).
In den Anfängen der Band um die Jahrtausendwende kreuzten sich schon die Wege mit Wolf Nkole Helzle. Basis war die Offenheit für Improvisation, gepaart mit der Faszination an der Einbeziehung elektronischer Effekte, die die real gespielten Instrumente um spannende Facetten erweitern. Soundloops, Echos, Räume, Verzerrungen und der spielerische Umgang damit, passten perfekt zu den Visualisierungen, welche in mehreren Aufführungen an die Öffentlichkeit gelangten. Viele CDs/LPs, 20 Jahre später, treffen die Protagonisten wieder in dieser Konstellation aufeinander, um gemeinsam die alte Stadtmauer zu neuem Leben zu erwecken. Moderne Soundästhetik, Rhythmusschleifen, Bassgeflecht plus hypnotisierende Melodiefragmente, vereinen sich mit den verfremdeten, kurzen Videoclips zu einem einzigartigen Klangerlebnis, das dem Hörer und Betrachter immer wieder neue Wahrnehmungen eröffnet. Dabei werden sie vom Tontechniker Gabriel Schütz mit seinem zielsicheren Klangverständnis unterstützt, welcher die Band schon viele Jahre kennt.

 

31.07. 19.00 Uhr Im Schaufenster Tap’n’Jazz Night
Eine rhythmisch-musikalische Konversation von Jazzmusikern und Steptänzerinnen

Einem Abend voller musikalisch-tänzerischer Überraschungen ist angesagt:
Die Steptanz-Solistinnen Kira von Kayser und Xenia Leichtle treffen auf die Jazzband Müpol. Gemeinsam schlägt ihr Herz für den Rhythmus, für den Zuhörer und -schauer ein akustisches und visuelles Erlebnis zugleich…

Der Bandname Müpol steht für die jahrzehntelange musikalische Kooperation zwischen dem Gitarristen Markus Polak und dem E-Bassisten Ralf Müller, die von Anfang an geschmacklich und in der Herangehensweise an die Musik auf einer Wellenlänge tanzten. Im Fokus stehen brasilianische, afrokubanische, karibische, jazzy, funky Rhythmen mit denen Kompositionen neu gehört werden können. Schlicht gesagt, eine Jazzband zum Tanzen. Der aus Valparaiso stammende Saxophonist ergänzt dabei die Band mit südamerikanisch-klangfarbenfrohem und rhythmisch-perkussivem Saxophonspiel. Für den letzten Farbtupfer ist der Klassik-Konzertpianist und Organist Thomas Layes zuständig, der sich besonders mit der musikpädagogischen Zusammenarbeit des Klarinettenprofessors Eduart Brunner an der Saarbrücker Musikhochschule hervorgetan hat. Der Gitarrist Markus Polak schätzt ihn besonders als emotionsstarken und sensiblen Begleiter oder im Jazz würde man sagen „ist von seinem Comping beeindruckt“.

Kira von Kayser ist eine professionelle Steptänzerin, Choreografin und Dozentin aus München. Die Europameisterin von 2017 und amtierende Deutsche Meisterin im Solo Steptanz beherrscht das gesamte Repertoire an Steptanz-Stilen und kombiniert diese auch mit anderen Tanzarten. Zu den Highlights ihrer künstlerischen Arbeit gehören u.a. die Performance bei der Eröffnung des renommierten „Sofitel-House“ in Frankfurt 2017, die Auftritte beim Pilsen Tap Festival 2018 & 2019 und das Steppen des Steptanz-Solos in Duke Ellington’s „Sacret Concert“ 2017 mit der SwingIn Big Band.

Xenia Leichtle tanzt seit ihrer frühesten Kindheit. Aus ihrer langjährigen musikalischen Laufbahn entstand ihr Schwerpunkt im Steptanz. Ihre rhythmische Schulung kombiniert sie hier mit stilistischen Einflüssen aus dem Contemp sowie Jazz Bereich. In den vergangenen Jahren nahm sie in verschieden Stilrichtungen an zahlreichen Wettbewerben erfolgreich teil. Ihre Faszination zum Steptanz vertiefte sie durch eine Steptanzausbildung bei Ray Lynch und vermittelt seit dem Rhythmus und die Liebe zur Bewegung an die neue Stepgeneration.